Dienstag, 31. Dezember 2013

Der Jahresrückblick 2013 und die Pläne 2014


Vor genau einem Jahr haben wir uns einiges Vorgenommen, was wir in diese Jahr schaffen wollten. Wie immer natürlich etwas Zuviel!

Zuerst sollte die Photovoltaikanlage zur Stromerzeugung auf der Scheune installiert werden. Das war eine relativ anstrengende und langwierige Geschichte. Aber es hat funktioniert. Ich möchte jetzt nicht alles noch einmal erklären aber auf den folgenden Links könnt ihr die ganze Geschichte nachlesen. Ich werde außerdem demnächst auch die Jahreszusammenfassung zum  Energieverbrauch unseres Hauses schreiben, da gibt es natürlich auch einen Teil zur Photovoltaik.

PV 1 : Der Beginn der Energiewende!

PV 2: Der Hausbock ist wieder da!

PV 3: Drei Tage im Leben eines Zimmermanns!

PV 4: Vom Winde verweht…

PV 5: Die Vermessung des Daches!

PV 6: Die Entdeckung der Langsamkeit…

PV 7: Die ersten Elektronen fließen

PV 8: Der Abschluss der Photovoltaikbaustelle

Parallel dazu haben wir unser Schlafzimmer renoviert. Dort haben wir zwar vorher bereits drin gewohnt und hatten auch schon einiges fertig, aber schön war das noch lange nicht. Das haben wir in diesem Jahr geändert. Nach Einbau der Wandheizung, wurden die Fensternischen verputzt und die Risse in der Decke weggespachtelt. Dann musste alles tapeziert und natürlich gestrichen werden. Neue Fußleisten kamen an die Wände, der Schrank wurde überarbeitet und ein Regal für die Wand habe ich gebaut. Auf speziellen Wunsch von Nadine habe ich auch noch die Fugen zwischen den Bodendielen mit Silikon verschlossen. Die einzelnen Artikel hierzu findet ihr am einfachsten, wenn ihr rechts am Rand des Artikels die Artikel nach „Schlafzimmer“ gruppiert.

Der Jahresplan sah eigentlich auch noch die Fertigstellung des oberen und unteren Flures vor. Das hat aber noch nicht geklappt. Unten haben wir noch keine neue Haustür und daher macht es es dort auch nicht viel Sinn alles fertig zu machen und dann eine neue Haustür einzubauen. Das sollte aber 2014 klappen. Den oberen Flur haben wir jetzt begonnen. Als erstes sind die Türrahmen der beiden alten Türen dran. Das wird aber ja wieder ewig dauern und daher gibt es zur Zeit auch noch nichts zu berichten.

Von außen konnten wir am Anbau den Sockel neu verputzen und streichen. Das ist nun definitiv dicht und sieht auch sehr gut aus. In diesem Frühjahr wird dort auch noch ein Blumenbeet aufgebaut.


Das größte Projekt im Garten war die grundlegende Renovierung des Hühnerstalls und der Bau des dazugehörenden Freilaufgeheges. Begonnen haben wir damit erst in der zweiten Hälfte des Sommers. Anfang August ging es los und im November waren wir soweit, dass die Hühner eingezogen sind. Leider fehlen noch einige optische Details, die erst fertiggestellt werden können, wenn es wieder warm wird.

 
Die ausführliche Beschreibung zu diesem Projekt findet man, wenn man nach „Hühnerstall“ sortiert oder direkt unter diesen Verknüpfungen:











 

Damit die Hühner auch ausreichend Platz haben, grenzt direkt an den Stall ein großes Freigehege. Auch das ist funktionell betrachtet fertig aber noch nicht schön.


 

Für das Jahr 2014 gibt es eigentlich keine neuen Pläne. Wir möchten nur die begonnen Projekte fertig bekommen.

Der Flur oben,

der Flur mit neuer Haustür unten,

der Hühnerstall,

das Hühnergehege,

das Beet am Anbau

und Alles was uns sonst noch einfallen wird…

Gartenrückblick 2013

Im Jahr 2013 ist der Garten Teil unserer ständigen Beschäftigung gewesen. Nun will ich versuchen das Wesentliche kurz zusammenzufassen:

Die größte Aufgabe bestand in der Reaktivierung des alten Hühnerstalls. Das Thema hat auch im Blog einen großen Platz eingenommen. Damit ich nicht alles wiederhole, könnt ihr rechts nach Hühner suchen und ihr werden alles finden.

Auch wenn es eigentlich kein Gartenprojekt im engeren Sinne ist, war das zweite große Thema des Jahres mit sicherheit die Photovoltaik-Anlage auf der Scheune. Da haben wir eine umfangreiche Zusammenfassung für euch in dem allgemeinen Jahresrückblick zusammengestellt, die ihr findet, wenn ihr im Reiter oben auf "Das Haus" klickt.


Kopfweide
 
Im Winter wurde die Kopfweide geschnitten und die Äste habe ich nach Größe sortiert und im Laufe des Jahres haben wir die verschiedensten Dinge daraus gebastelt. Wenn man rechts in den Gruppierungen nach "Kopfweide" sucht, bekommt man alle passenden Einträge angezeigt.


Beeren

Aroniabeeren
haben wir auch zum ersten Mal geerntet. Natürlich nur Minimengen. Aber ich will ja in den nächsten Jahren zeigen, welche der drei Sorten bei uns im Garten am besten gedeiht. Details dazu gibt es hier.

Holunderbeeren
waren ein voller Erfolg. Wir haben viel geerntet und vor allem zu Sirup verarbeitet.

Himbeeren
konnten wir in diesem Jahr anpflanzen. Wir haben einen Bereich mit frühen, mittleren und späten Himbeeren bepflanzt.

Neuzugänge
Im "Sommerschlussverkauf" im Baumarkt haben wir dann noch zugeschlagen und einen ganzen Haufen neuer Beerenpfanzen erbeutet. Welche Sorten das sind kann man hier lesen.



Obst

haben wir eigentlich noch keins im Garten. Nur der alte Kirschbaum hinten. Aber wie schon beschrieben sind die Kirschen nicht gut. Alles Weitere braucht noch seine Zeit

Kräuter

Hopfen:
Zu den Kräutern zähle ich auch den Hopfen, den wir rechts und links vom großen Scheunentor gepflanzt haben. Ob wir den jemals einer sinnvollen Verwendung zuführen weiß ich nicht, aber Möglichkeiten gäbe es ja schon.

Ansonsten gab es einige kleine Büsche, die rings um unsere Terasse in den kleinen Beeten gewachsen sind. Da konnten wir in erster Linie direkt frisch in der Küche von profitieren.

Jahreszusammenfassung 2013
Pflanze
Fläche in m
Standort
Verwendung
Basilikum
0,5 x 0,5
Kräuterbeet Wand
frisch
Dill
0,5 x 0,5
Kräuterbeet Hühner
frisch
Minze
1 x 1
Kräuterbeet Mitte
Tee, kalt und heiß
Petersilie
0,4 x 0,5
Kräuterbeet Hühner
frisch
Rosmarin
0,5 x 0,5
Kräuterbeet Mitte
frisch
Schnittlauch
0,3 x 0,4
Kräuterbeet Wand
frisch
Thymian
0,3 x 0,3
Kräuterbeet wand
fast nichts
Zitronenmelisse
0,7 x 0,5
Kräuterbeet Wand
frisch, Tee
Waldmeister
0,5 x 0,5
Kräuterbeet Wand
gar nicht


Der Gemüsegarten

Im hinteren Garten haben wir ein Gemüsebeet angelegt. Dort sind die ersten Pflanzen eingezogen und einige andere Gemüsepflanzen haben sich auf dem restlichen Grundstück verteilt. Ist noch nicht die Welt, aber einige leckere Ernten haben wir eingefahren. Zu den Topinambur und den Bohnen gibt es einen eigenen Beitrag

Jahreszusammenfassung 2013
Pflanze
Platz
Fläche
Standort
Ertrag
Gurken
kein Erfolg
-
   
Bohnen
1,5
 m2
Beet 1
0,5
 kg
Kürbis 4  m2
verteilt
7  Stk.
Andenbeere 1,5  m2
vor den Himbeeren
0,5  kg
Rhabarber 1  m2
südlich der Weide
0  kg
Tomate 2  m2
Beet 1
5  kg
Topinambur 1  m2
Bahnschwellenbeet
1,5  kg
Zucchini 1,5  m2
verteilt
10  kg

Sonntag, 8. Dezember 2013

Neue Beerenpflanzen


Bei einem unseren Baumarktbesuche Mitte November sind wir an einem großen Wagen vorbeigekommen auf dem alles voll mit Pflanzen stand. Ein großes Schild schien alle Pflanzen quasi zum Tode zu verurteilen:

„Statt Überwintern – Jede Pflanze 2 Euro“

Natürlich konnten wir nicht daran vorbei laufen ohne unseren eigenen Einkaufswagen vollzuladen. Es gab die verschiedensten Beerenpflanzen. Alle als Busch geschnitten. Da das ein vollkommen ungeplanter Einkauf war, wussten wir gar nicht welche Sorten und Arten denn nun in unseren Garten sollten. Wir haben als logische Konsequenz einfach von jeder Sorte eine Pflanze gekauft.




Eigentlich sollten die Beeren später im hinteren Garten wachsen. Dort ist aber noch Nichts fertig und daher wäre es sinnfrei dort jetzt Büsche zu pflanzen. Also habe ich einfach drauflos gegraben und die Büsche auf dem Hof verteilt. Auf der linken Seite an der Mauer zum Nachbarn wächst ja bisher nur Topinambur. Dazwischen sind nun zwei Bereiche mit Beerenbüschen entstanden.

 
Vorne sitzen zwei Stachelbeeren (Sorte: Hinnonmäki gelb und grün) und eine Jostabeere (Kreuzung aus schwarzer Johannesbeere und Stachelbeere)


Etwas weiter hinten habe ich eine rote Johannesbeere (Sorte: Jonkeer van Tet’s) und eine schwarze Johannesbeere (Sorte: Titania) gepflanzt



Am Hühnergehege haben wir ja bereits das Klettergerüst für die Brombeeren aufgestellt. Auch hier hätte ich wahrscheinlich nicht diese Sorte ausgewählt, aber nun waren die Pflanzen halt da. Falls die Beeren nicht schmecken sollten, werden sie gegen andere Sorten ausgetauscht. Links sitzt eine Pflanze der Sorte „Oregon Thornless“ und rechts wächst „Black Satin”. Zwischen die beiden Brombeeren kam noch die dritte rote Stachelbeere „Hinnonmäki rot“  


Eine Pflanze war noch übrig. Das ist eine „Vitalbeere“. Da wir ja schon im letzten Jahr drei „Gesundheitsbeeren“ gepflanzt haben, konnten wir nicht wiederstehen. Wenn die heutige Ernährungsindustrie sich so viel Mühe gibt, die Verbraucher zu beeindrucken, dann wollen wir ihnen den Gefallen tun und schwer beeindruckt sein. Wenn unsere Gojibeere ersteinmal Früchte trägt, werden wir bestimmt viel vitaler sein…

Goji-Beere (Vitalbeere)

Die Gjibeere taucht in der ursprünglichen Gartenplanung gar nicht auf. Aber wir denken, dass der Platz hinten im Garten an der Wand gut geeignet ist und sie dort hoffentlich nicht im Wege stehen wird, wenn der Garten hinten gestaltet wird.

 


 

 

 

erste Topinambur-Ernte

Wie ich ja schon beschrieben habe, haben wir in diesem Jahr zum ersten Mal Topinambur im Garten.

Gepflanzt wurden die Knöllchen am 28.März (Beitrag zur Pflanzung) und wie man am 9. Juni (Beitrag zum Wachstumsvorschritt) sehen konnte, sind die auch alle gut angewachsen. Am 17.September sieht man dann dass die Pflanzen sich deutlich unterschiedlich entwickelt haben. Ein paar Pflanzen sind zwei Meter hoch, haben sich oben gut verzweigt und viele Blüten entwickelt. Der Rest ist nur ca. einen Meter hoch, ohne Verzweigung und nur eine winzige Blüte. Vielleicht liegt es am Boden, vielleicht zu wenig Wasser, vielleicht waren die gepflanzten Knollen zu klein – ich weiß es nicht!

Im Hintergrund an der Wand wächst Topinambur
 
Aber eigentlich auch egal, denn am 8. Dezember habe ich die ersten Knollen geerntet. Ich habe die drei größten und kräftigsten Pflanzen ausgewählt.



Mit der Grabegabel habe ich einfach  in die trockene, lockere Erde gestochen und schon waren die Knollen freigelegt.



Von den drei Pflanzen habe ich diesen kleinen Berg eingesammelt. Auf der Waage gab das später 1,6 kg. Viel mehr als ich erwartet hatte. Obwohl die Mäuse auch schon da waren und ein paar Knollen angefressen haben, wie man auf dem zweiten Bild sehen kann.




Die Knollen wurden noch am selben Tag verarbeitet. Bei uns gab es Topinambur-Stampf als Beilage zum Fisch. Das Rezept habe ich aus dem Internet und es ging ungefähr so:
 

Topinambur – Stampf (Beilage für 2-3 Personen)

 500 g     Topinambur ungeschält
2-3 Schalotten
Sekt (für das Essen ca. 50-100 ml, Rest ist für den Koch!)
100ml Sahne
50ml Milch

Olivenöl, Butter, Salz, Pfeffer, Thymian, Lorbeerblatt, Kerbel (getrocknet und gerebelt), Koriander (getrocknete und gemahlen)

Topinambur schälen (es bleiben ca. 400 Gramm übrig) und in kleine Stücke schneiden. Schalotten in kleine Würfel schneiden. Schalotten und Topinambur in Olivenöl andünsten.
Leicht salzen und pfeffern und 15 min köcheln. Sekt dazugeben und weiter andünsten.

Sahne und Milch einrühren. Thymian, Lorbeerblatt, Kerbel und Koriander nach Geschmack zugeben  und das ganze ca. 30 min. auf kleiner Flamme kochen lassen.

Wenn der Topinambur weich gegart ist, alles durch ein Haarsieb abtropfen lassen und den gewonnenen Sud, für die Zubereitung der Sauce, wieder in den Topf. Ich habe Fisch dazu gebraten und daher eine Sauce mit Fischfond angerührt.
Topinambur stampfen. Mousse anschließend mit etwas Butter und Salz und Pfeffer abschmecken.
 

Ich fand das wirklich lecker und werde mit Sicherheit Topinambur wieder anpflanzen. Es war nicht nötig das ganze Jahr auch nur irgendeine Arbeit zu investieren und dennoch eine gute Ernte eingefahren. Im Sommer sah das Gemüse sogar richtig schön aus. Eine optimale Pflanze für den faulen Gärtner.

Sonntag, 1. Dezember 2013

Tiere im Garten


Auch in diesem Jahr haben wir wieder einige schöne und interessante Tiere im Garten gefunden. Eigentlich sind in unserem Garten wenig Tiere unterwegs. Wir haben kaum Vögel und auch sonst ist da nicht viel los. Aber einige Besonderheiten haben wir für euch fotografiert:
Die Raupe eines Weidenbohrers lebt in unserer alten Kopfweide:



Im Juli und August haben sich einige Schmetterlinge an unseren Schmetterlingsflieder im Sonnenbeet auf dem Hof verirrt, darunter auch dieser wunderschöne Schwalbenschwanz:

 
Ein häufiger Gast an unseren Blumen ist der kleine Fuchs:


Vermutlich aufgrund unseres ungepflegten Gartens, indem in jeder Ecke Unkraut und vor allem Disteln wachsen haben wir auch einige Distelfalter beobachten können:


Ich fand aber diesen Gast hier am spannendsten:



Auf dem Bild noch kaum zu erkennen ist ein großes Heupferd. Auch diese Bilder habe ich im Sonnenbeet auf dem Hof gemacht. Dort scheint sich doch noch am meisten abzuspielen:


Von unserem ungeliebten Mitbewohner, dem Marder, haben wir dieses Jahr auch fast nichts mitbekommen. Einmal nur haben wir Spuren gefunden, die vielleicht von ihm waren. Aber sicher sind wir uns da auch nicht.

Auch den Igel aus dem letzten Jahr haben wir nicht mehr gesehen. Keine Kröten, Frösche und Eidechsen.

Der Steinkauz, der letztes Jahr regelmäßig auf unserer Scheune saß und nachts „rumgeschrien“ hat, ist auch nicht wiedergekommen. Mal sehen wie sich das in den nächsten Jahren entwickelt.

 

Samstag, 30. November 2013

Das Hühnergehege ist fertig


Vor ein paar Tagen sind unsere vier gefiederten Damen in ihren neuen Stall gezogen. Dort haben sie zwar viel Platz und ein trockenes, gemütliches Nest, aber natürlich fühlen sich die Hühner erst richtig wohl, wenn sie auch im Dreck scharren können. Dafür muss ein vernünftiges Gehege her.

Der Zaun des Geheges soll von einer bewachsenen Pergula gehalten werden. Das wird zwar nichts mehr in diesem Jahr, aber die Pfosten und der Zaun mussten jetzt gesetzt werden. Ich habe Pfosten von 90x90mm und 2,4 Meter Länge gekauft. Da das Budget mal wieder knapp ist, sind die Pfosten aus Kesseldruckimprägniertem Nadelholz. Natürlich gibt es besseres Holz, aber alles hat seinen Preis.

Die Pfosten werden mit verzinkten Haltern in ein Betonfundament eingegossen. Dafür mussten natürlich zuerst Löcher gegraben werden. Einen Samstag habe ich mit dem buddeln von Löchern und dem ausbetonieren verbracht. Die Löcher sind 40 bis 50 cm tief und 35cm im Durchmesser. Damit die Pfostenhalter nicht im Beton versinken und in der richtigen Position beim Aushärten des Betons bleiben, habe ich die Dinge mit irgendwelchen Reststücken aus dem Holzregal und einigen Mauersteinen fixiert.




Nachdem alle Löcher fertig waren und die Halter gerade in der Luft baumelten, habe ich mal wieder Mixi angeworfen und Beton gemacht. Zement und Kies waren noch von der Lieferung für den Hühnerstall übrig. Die letzte Karre wurde erst im Dunkeln fertig. Danach hieß es eine Woche warten, so konnte der Beton in Ruhe hart werden.




Am nächsten Wochenende ging es dann weiter. Während der Woche war ich  Abends noch im Baumarkt und habe den Zaun und das benötigte Zubehör gekauft. Ich habe das grüne 4-Eck-Geflecht mit 1,60 Metern Höhe in der 25 Meter-Rolle gekauft. Die Rolle ging über den ganzen Hof und zu erst musste Oben, in der Mitte und Unten der Spanndraht eingezogen werden. Dass ging nur zu zweit. Nadine hat den Zaun festgehalten und von der Drahtrolle aus geschoben und ich habe Stück für Stück den Draht eingeflochten.

 
Dann wurden die Pfosten aufgestellt. Nadine musste sie halten und ausrichten und habe die Pfosten festgeschraubt. Eigentlich ganz einfach, dauert aber seine Zeit…


Es wurde mal wieder dunkel, bevor der Zaun fertig war. Was wir noch geschafft haben, ist die Montage der drei Rankgitter, an denen im nächsten Jahr unsere Brombeeren wachsen sollen.


 
Am nächsten Tag habe ich zuerst die Tür zum Gehege montiert. Auch die besteht nur aus einem fertigen Rankgitter aus dem Baumarkt. Mal sehen wie lange das hält. Zunächst erfüllt das auf jeden Fall seinen Zweck.


Bevor der Zaun festgemacht werden konnte, mussten alle Pfosten miteinander verbunden werden. Das war nötig, damit die Pfosten nicht beim Spannen des Zaunes nach Innen umkippen können. Durch die halbrunde Form ist das nämlich eine logische Konsequenz. Eigentlich wird diese stützende Funktion durch die Querbalken der Pergula gewährleistet. Die werden aber auch erst im nächsten Jahr angebaut, so dass zunächst die Stabilität durch Dachlatten erzeugt werden musste. Dann haben wir den Zaun aufgehängt und gespannt. Das ging wirklich einfacher und besser als erwartet. Dafür sind am Anfang und Ende Spannvorrichtungen im Draht installiert und an allen Pfosten dazwischen sind einfach Krampen eingeschlagen durch die der Spanndraht geführt ist. Am Boden ist der ganze Zaun ungefähr 20 Zentimeter tief eingegraben, damit die Hühner nicht abhauen können.


 
Dann kam unmittelbar die spannende Frage, welches Huhn wird als erster durch die Klappe ins neue Reich einziehen. Wir haben ja eigentlich auf Frau Braun getippt, aber siehe da: Frau Schwarz hat sich vorgedrängelt.



Ganz scheu war Frau Braun aber auch nicht und ist direkt danach auch auf Erkundungstour gegangen.




Freitag, 29. November 2013

Unsere ersten Bohnen - Rückblick 2013


Dieses Jahr haben wir zum ersten Mal Stangenbohnen gepflanzt. Eigentlich hatten wir das dieses Jahr noch gar nicht geplant, aber da Nadine beim Bau der Weidenklettergerüste ziemlich übertrieben hat und sehr hoch hinaus ist, brauchten wir auch noch Pflanzen die genauso hoch hinaus klettern konnten.

Ich habe dann rings um das Gerüst Bohnen in die Erde gesetzt, aber genau wie die anderen Pflanzen im Garten war der Start in die Vegetationsperiode sehr schlecht. Ich habe alle Bohnen drei Mal gesetzt, dann sind tatsächlich genug aufgegangen, um das Gerüst zu begrünen. An den vier Ecken wuchsen Feuerbohnen und an den Seiten waren gelbe Stangenbohnen der Sorte Neckargold aufgegangen.

Im Sommer wuchsen die Bohnen wirklich gut. Es gab keine Probleme mit Läusen oder anderen Schädlingen. Nur irgendwie haben wir uns nicht um die Ernte gekümmert. Daher sind die Bohnen auch immer länger und dicker geworden. Die Ernte war auch gar nicht so wichtig, da ja vor allem die Feuerbohnen wirklich hübsch geblüht haben.
 

Die gelben Bohnen haben wir im September geerntet. Die waren schon teilweise getrocknet. Die restliche Feuchtigkeit ist im Wohnzimmer schnell verflogen und ich habe am Ende unglaubliche 130 Gramm getrocknete weiße Bohnen in meinem Töpfchen gehabt.

Die Feuerbohnen waren viel dicker und größer, aber auch deutlich später dran. Die wurden erst im Oktober geerntet. Da die Bohnen noch überhaupt nicht trocken waren, habe ich alle Bohnen mit einer großen Stopfnadeln aufgefädelt und zum Trocknen in die Waschküche gehängt. Vier Wochen später sah das dann so aus:
Auch diese Bohnen habe ich ausgepuhlt. Die Farben und Muster sehen wirklich toll aus. Aber auch hier ist die Erntemenge wirklich gigantisch mit 180 Gramm getrockneter Ware. Aus den Feuerbohnen haben wir uns eine Portion Chili con Carne gekocht. Das hat auch mit den dicken roten Bohnen wirklich lecker geschmeckt.



Mittwoch, 20. November 2013

Renovierung des Hühnerstalls Teil 10 - Umzug der vier Damen


Es liegen nun einige Monate hinter uns, in denen wir sehr viel Zeit mit dem Hühnerstall verbracht haben. Gleichzeitig haben unsere vier Hennen in ihrer „Sommerresidenz“ gewohnt. Das war sicherlich für alle Beteiligten wunderbar, solange es draußen trocken und warm war. In den letzten Wochen haben unsere Hühner uns jedoch das Gefühl vermittelt, dass sie keinen Bock mehr darauf haben. Wir haben kaum noch Eier gefunden und es war jedes Mal ein ordentliches Gezeter zu hören, wenn jemand in die Nähe der Hühner kam.

Aber heute war es nun so weit. Frau Braun war die erste, die sich von mir einfangen ließ und in ihr neues Heim getragen wurde. Danach kam Berta, gefolgt von Krimhilde und nach einiger Zeit hatte ich auch Frau Schwarz erwischt. Alle vier schienen sich über das feste Dach über dem Kopf zu freuen und begannen direkt im Stroh zu scharren. Für die nächste Zeit bleiben die Hühner nun erst einmal im Stall um sich an die neue Umgebung zu gewöhnen.





Für die Hühner ist der Stall nun fertig. Wir haben noch ein wenig Arbeit vor uns. Als erstes muss das Außengehege fertig werden. Dann muss im nächsten Jahr noch das Mauerwerk des Stalls von Außen verputzt und gestrichen werden. An der einen Seite des Daches fehlt noch eine Windfeder und die Dachkante an der Rückseite muss auch noch verkleidet werden. Diese Dinge können im nächsten Jahr erledigt werden, denn nun haben die Hühner ein neues Zuhause. Die interessiert nämlich die Farbe des Stalles nicht wirklich…

Sonntag, 3. November 2013

Renovierung der Hühnerstalls Teil 9 - Die Inneneinrichtung


Nachdem nun Tür und Fenster drin sind, muss der Hühnerstall von Innen für den Einzug der Hühner vorbereitet werden. Da gab es noch Einiges zu tun. Zuerst mussten die gekalkt werden. Der alkalische Kalk wirkt antibakteriell und hilft so die Hühner gesund zu halten. Nun ist es aber nicht so einfach, wie ich dachte solchen Kalk aufzutreiben. Im Landhandel hat Nadine dann ein Zeug bekommen, dass speziell zum „Weißen“ von Geflügelställen ist. Da der Kalk mit Vorsicht zu genießen ist und beim Einrühren in Wasser richtig heiß und ätzend wird, hat Nadine sich auch entsprechend gut eingepackt:

Aber das Pulver, welches wir vom Landhandel hatten, kann nur wenig ungelöschten Kalk enthalten haben. Das Wasser wurde nur ein ganz wenig warm und ätzend war da auch nichts. Wir haben trotzdem den ganzen Stall schön dick damit eingestrichen. Schadet bestimmt nicht…

Danach wurden die Fenster von Innen mit Draht verschlossen. Die Fenster sind so eingebaut, dass sie nach außen zu Öffnen sind. Durch das Drahtgitter können die Hühner nicht raus und natürlich auch kein anderes Viehzeug rein.


Als nächstes braucht der Stall eine Klappe, durch die die Hühner den Stall verlassen können. Die Klappe soll natürlich von Aussen bedienbar sein. Ich habe dafür aus einfachen Dachlatten einen Rahmen gebaut und an beiden Seiten ein Führungsschiene geschraubt. Für die Schiene musste ich eine Dachlatte der Länge nach halbieren.

 
Die Platte, die als eigentlicher Verschluss dient, ist aus einem Reststück Siebdruckplatte aus dem Baumarkt. Die Schnittkanten der Platte habe ich gestrichen und so hoffe ich dass die Platte ein Weilchen hält. Oben rein ist eine Öse geschraubt, an der ich ein Stahlseil befestigt habe. Das Seil wird über zwei Umlenkrollen geführt und durch ein einfaches Loch in einem der Holzbalken geht es nach draußen. Dort sind im passenden Abstand zwei Haken angeschraubt. Ich kann das Stahlseil also in offener oder geschlossener Stellung der Tür arretieren.

 

Damit die Hühner auch einen guten Platz zum legen der Eier haben, wurde als nächstes ein Nest gebaut. Besser gesagt, zwei Nester in einem Kasten. In Büchern und dem Internet werden immer drei bis vier Hühner je Nest empfohlen. Da hätte wahrscheinlich auch ein Nest bei unseren vier Damen gereicht. Da aber schon ziemlich klar ist, dass Nadine noch weitere Hennen anschaffen wird, können zwei Nester nicht schaden. Nun habe ich in den letzten Jahren gelernt, dass meine Frau gerne mal etwas mehr nimmt, wenn sie die Wahl hat, daher habe ich mir eine Konstruktion ausgedacht, an der ich noch weitere Nester aufhängen kann. Zuerst braucht man dafür natürlich eine gründliche Planung mit einer ausführlichen technischen Zeichnung:

 
Die beiden Nester haben eine Grundfläche von ungefähr 35 Zentimetern im Quadrat und sind an der Rückseite auch 35cm hoch. Vorne verhindert eine 10m hohe Kante das Herausfallen der Eier. Damit man besser das Stroh auswechseln und die Eier herausholen kann, habe ich das Dach auch kürzer gestaltet.
 
Damit ich das ganze Nest herausnehmen kann ohne mit Werkzeug zu hantieren, ist die Rückwand oben und unten etwas zu lang. Unten wird das Nest einfach hinter eine Leiste geklemmt und oben kann man Mithilfe einer drehbaren Dachlatte das Nest vor dem Umfallen bewahren. Ich hoffe auf den Bildern könnt ihr erkennen, was ich gemeint habe.




Als letztes fehlt noch ein guter Schlafplatz. Auch da gibt es viele Schriftstücke, die behaupten dass jedes Huhn mindestens 30cm Stange braucht, damit es sich wohlfühlt. Da bin auch drauf reingefallen und habe einen super Schlafplatz entworfen. Ich habe zwei Stangen von einem Meter Länge mit einem Gestell an die Wand gehängt. Die Sitzstangen sind normale Dachlatten, die eine Wellenform bekommen haben, indem ich einfach mit der Stichsäge drauflos gesägt habe. Natürlich sind alle Holzflächen ordentlich abgeschliffen, damit sich keine Splitter lösen.

 
Damit die Reinigung des Stalls leichter ist, habe ich auch das klassische „Kotbrett“ mit in die Konstruktion einbezogen. Ungefähr 25 Zentimeter unterhalb der Sitzstangen habe ich eine OSB-Platte so aufgelegt, dass die Hühner, wenn sie auf der Stange sitzen, immer auf die Platte kacken… Damit das Brett einfach zu reinigen ist, kann man es auch ohne Werkzeug herausnehmen. Dafür habe ich an der hinteren Seite eine keilförmig zugeschnittene Dachlatte angeschraubt, die hinter eine Dachlatte geklemmt wird, die am Gestell festgeschraubt ist. Damit die Platte nicht hochgedrückt werden kann, ist wieder ein drehbares Stück Dachlatte zum Einsatz gekommen.



Nachtrag:

Falls irgendein Leser auf die Idee kommt, etwas hiervon nachzubauen, möchte ich noch etwas ergänzen.

- Die Hühner sitzen teilweise auf dem „Dach“ des Nestes und kacken das Dach und Nest voll. Es sollte so umkonstruiert werden, dass die Hühner keinen Halt finden

- Die vier Hühner brauchen zusammen gerade mal 40 Zentimeter Sitzstange. Die hocken nachts quasi aufeinander und sehen es auch gar nicht ein, dass sie nebeneinander auf der Stange sitzen sollen. Meistens sammeln sie sich am Ende der Stange und verteilen sich vor allem auf der seitlichen Halterung der Stangen. Das Clevere daran ist, dass die Hühner so vorbei am Kotbrett kacken und ich den Mist doch wieder vom Boden abkratze…